Zeit für eine Revanche im Rückspiel

 

Die Wasserballer des SV Würzburg 05 steigen am Sonntag, 21.1.2018 ab 14 Uhr ins kühle Nass des heimischen Wolfgang-Adami-Bad um den ersten Sieg im Kalenderjahr 2018 gegen den Ersten Frankfurter SC einzufahren und damit gleich Revanche für die unnötige Auswärtspleite im vergangenen Jahr zu nehmen. 

 

Dabei wird sich das Team von Matthias Försch und Inaki Urkiaga aber wieder treffsicherer präsentieren müssen, als am vergangengen Wochenende, als den Würzburgern nur 6 eigene Treffer gelingen wollten.

"Wir arbeiten im Training an unseren Abschlussqualitäten. Es wird von Woche zu Woche besser, wobei immer mal wieder ein Spiel dabei ist, wo einfach nichts gelingen will. Das ist eventuell auch der Situation geschuldet, dass wir die Topscorer der letzten Saison allesamt verloren haben. Die Jungs müssen noch lernen mit den neuen Verantwortungen umzugehen und etwas ruhiger und abgezockter vor dem Tor werden," so Urkiaga.

 

Im Hinspiel gegen Frankfurt war eben auch ein solches Spiel. Ersatzgeschwächt hatten die 05er in Frankfurt einen gebrauchten Tag erwischt, an dem nichts zusammenlief. Nach ausgeglichenem Beginn, zogen die Frankfurter Tor um Tor davon. 

Am Sonntag will das junge Team den Spieß umdrehen und damit Kontakt zur Tabellenspitze halten. Alle Spieler sind wieder fit und einsatzbereit, so dass die Trainer aus dem Vollen schöpfen können.

 

Mit dem Frankfurter SC kehrt mit Philip Kilian auch ein alter Würzburger Spieler an seine alte Wirkungsstätte zurück.


Fehlstart ins neue Jahr für die Würzburger Wasserballer

 

Das erste Spiel im neuen Jahr ging für die Wasserballer beim SV Cannstatt mit 6:8 (2:1 , 2:2, 3:2, 1:1) verloren.

Dabei reisten die 05er als Tabellenführer zum SV Cannstatt und wollten zeigen, dass sie zu recht dort oben stehen. Es entwickelte sich jedoch von Beginn ein Spiel, in dem Würzburg spielerisch überlegen war, Cannstatt jedoch die Tore machte, während Würzburg ein ums andere mal am Gehäuse oder den Nerven scheiterte und etliche Großchancen liegen ließ.

 

„Normalerweise müssen wir schnell mit einigen Toren führen. Wir haben es bis vorne gut gespielt, aber den Ball nicht ins Tor bekommen. Es war wie verhext! Das Spiel haben wir im Angriff verloren,“ resumiert ein enttäuschter Inaki Urkiaga.

„Vielleicht haben dem ein oder anderen, der unter der Woche noch krankheitsgeschwächt war, ein paar Körner gefehlt und damit die nötige Spannung. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass wir eine so unterirdische Chancenverwertung hatten!“

 

Nun gilt es das Spiel schnell aufzuarbeiten, da schon am nächsten Sonntag, 21.1.2018 ab 14 Uhr, das Team aus Frankfurt in die Domstadt kommt und die Mannen um Matthias Försch sich für die Auswärtsniederlage ende letzten Jahres revanchieren wollen. Die Tabellenführung jedenfalls wird man ersteinmal wieder los sein und die Rolle des Jägers einnehmen müssen.

 

„Wir haben in den nächsten beiden Wochen drei Heimspiele. Dort können wir uns wieder Selbstvertrauen holen und Revanche gegen Frankfurt und Cannstatt für die Auswärtsniederlagen nehmen. Wir wollen zuhause ungeschlagen bleiben und zeigen, dass es bei uns nichts zu holen gibt,“ blickt Försch voraus.

 

Es spielten: Flammersberger, Urkiaga (1 Tor), Laug, Ivlev, Fehn (1), A. Försch, Schwinning, Dewald, Weinmann, Seifert (3), Klopfer (1), Böhme, Streun


Schwerer Auftakt in das neue Jahr für die Würzburger Wasserballer

 Am Sonntag, 14.1.2018 ab 13 Uhr starten die Würzburger Wasserballer mit einem Auswärtsspiel beim SV Cannstatt in das neue Jahr. Nachdem das Jahr 2017 nach dem Abstieg aus der ersten Bundesliga versöhnlich zu Ende ging, indem man kurz vor Weihnachten die Tabellenführung der 2. Liga Süd eroberte, will das junge Team von den Trainern Matthias Försch und Inaki Urkiaga diese Position so lange es geht verteidigen.

 Es wartet jedoch gleich ein verdammt schweres Spiel. Am Sonntag sind die 05er beim SV Cannstatt gefordert. Die Cannstätter sind gemeinsam mit den Würzburgern in der letzten Saison aus der ersten Liga abgestiegen, konnten sich jedoch im Gegensatz zu den 05ern nicht fangen und verloren prompt die ersten 5 Spiele in der 2. Liga und hatten damit zum Jahreswechsel die Rote Laterne.

„Cannstatt hatte ein sehr schlechtes Jahr 2017. Dort haben nach dem Abstieg viele Spieler den Verein verlassen, was zu einem Bruch geführt hat. Noch dazu hat Cannstatt nur gegen absolute Top-Teams der 2. Liga gespielt und teils nur sehr knapp verloren. Die Tabellenposition täuscht also über die Qualität dieser Mannschaft hinweg, was die Cannstätter in diesem Jahr auch direkt bewiesen haben mit Siegen gegen Leimen/Mannheim und den PSV Stuttgart.,“ blickt Försch voraus.

 Tatsächlich hat sich der Gegner anscheinend gefangen und ist 2018 bisher ungeschlagen. Warnung genug also für die Würzburger, das Spiel ernst zu nehmen.

Die Voraussetzungen beim Team aus der Domstadt sind allerdings nicht die besten. Eine Krankheitswelle macht dem Team seit Jahresbeginn zu schaffen, wodurch immer wieder wichtige Spieler mit dem Training aussetzen mussten. Dennoch sieht man sich für das Duell der Bundesliga-Absteiger gerüstet: „Die meisten Spieler haben ihre Krankheit auskuriert und sind wieder fit! Wenn wir die Moral aus den Spitzenspielen im Dezember auch am Sonntag zeigen und konzentriert zu Werke gehen, werden wir das Spiel auch gewinnen!“ ist sich Urkiaga sicher.


 

 

 

Da war richtig Feuer drin!

Unsere 1. Mannschaft hat am Wochenende gleich zwei Auswärtssiege gelandet.
Am Samstag wurde der SSV Zuffenhausen mit 17:6 (7:1, 4:1, 5:2, 1:2) geschlagen. Schon im ersten Viertel machten die 05er klar, dass es für Zuffenhausen an diesem Abend nichts zu holen gab! Konzentriert gingen das Team zu Werke und entschied die Partie vorzeitig! Das ermöglichte Trainer Försch den Spielern viel Einsatzzeit zu geben, die sonst nicht so viel zum Zug kommen. "Wir haben das Spiel klar dominiert und sind eine Runde weiter gekommen! Das war unsere Pflicht!" so Försch.

Nach dem Spiel sind die 05er direkt nach München gefahren, da am Sonntag das Topspiel gegen Stadtwerke München anstand. Nach der Niederlage gegen Frankfurt stand das junge Team schon unter Druck, wollte man den Anschluss an die oberen Tabellenplätze nicht frühzeitig verlieren. Dementsprechend motiviert gingen die Würzburger in die Partie. Es entwickelte sich ein enges Spiel bei dem es keinem Team gelang sich mehr als 2 Tore abzusetzen, wobei Würzburg meist in Rückstand lag. Die 05er gewannen nach einem sensationellen Kampf am Ende mit 11:10 (2:2, 2:3, 3:4, 4:1). "Wir haben uns vorgenommen heute körperlich präsenter zu sein, als zuletzt und den physisch überlegenen Münchenern paroli zu bieten. Das haben die Jungs wirklich gut umgesetzt. Wir haben noch immer zu viele klare Chancen liegen gelassen, aber unsere Abwehr stand sehr gut und hat das Spiel gewonnen!" so Försch. 

Dabei sah nach drei Vierteln beim Stand von 7:9 alles danach aus, als sollte man das Spiel verlieren. "Wir haben nie aufgehört zu kämpfen und das Spiel noch gedreht! Wir haben in den entscheidenden Situationen die Nerven behalten und richtige Entcheidungen getroffen" zeigte sich Co-Trainer Urkiaga zufrieden. 

Bereits am Samstag den 9.12. folgt das nächste Topspiel. Die 05er empfangen im heimischen Adami-Bad ab 16:30 Uhr die Wasserfreunde aus Fulda.

Es spielten 
Samstag: Flammersberger, Urkiaga (2 Tore), Laug (3), Ivlev (2), Fehn (1), Försch (1), Schwinning (1), Dewald, Schmitt, Seifert (3), Klopfer (3), Issing (1)

Sonntag: Flammersberger, Urkiaga, Laug (2), Ivlev, Fehn (2), Försch, Schwinning (1), Dewald, Weinmann (3), Seifert (2), Klopfer (1), Volkwein, Schauer


 

Der SV Würzburg 05 startet am Wochenende in die Zweitligasaison und will eine gute Rolle spielen!


Am Samstag ist es soweit! Mit einem Heimspiel gegen den 1.BSC Pforzheim (Anschwimmen: 16:30 Uhr, Wolfgang-Adami-Bad) starten die Wasserballer des SV Würzburg 05 in die Zweitligasaison 17/18. Als Absteiger aus der 1. Bundesliga zählen viele das Team von Matthias Försch und Inaki Urkiaga natürlich zu den Favoriten um den Zweitligatitel und damit auf die Chance den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Doch die 05er wollen ersteinmal schauen, wie sie in die Saison kommen und haben als Ziel einen Platz unter den Top 5 ausgemacht.

 

1.Manschaft_SVW05_klein_018A1606
„Ich denke dieses Jahr ist die zweite Liga so stark wie nie und damit auch unberechenbar. Mit uns ist im letzten Jahr der SV Cannstatt abgestiegen, die genauso zu den Favoriten zählen, wie der SV Weiden, der vergangene Saison Meister der zweiten Liga war und immer noch eine Mannschaft hat, die durchaus in der 1. Liga mitspielen könnte. Daneben darf man Fulda, Leimen-Mannheim und München nicht vergessen, die in den letzten Jahren immer um den Titel mitgespielt haben und auch teilweise den Sprung in die 1. Liga geschafft haben,“ begründet Försch die Zielsetzung seines jungen Teams.
Der Kader der 05er hat sich im Vergleich zur letzten Saison ebenfalls verändert. Neben den letztjährigen Neuzugängen Hugo Velazques, Marko Dukovic und Max Lehnert, haben mit Sebastian Bruch und Maximilian Kellermann auch zwei langjährige Spieler und Kapitäne das Team verlassen. Damit geht dem Team viel Erfahrung verloren. „Die jungen Spieler konnten alle in der letzten Saison viel in der 1. Liga lernen. Ich erwarte und hoffe, dass sie dies nun in der kommenden Saison zeigen und Verantwortung im Spiel übernehmen. Sicherlich werden wir auch mal schlechte Tage haben, an denen es nicht so läuft, aber wir befinden uns weiter in der Entwicklung und werden im Laufe der Saison Fehler abstellen und immer besser werden!“, ist sich Urkiaga sicher.
Echte Neuzugänge sind nicht zu verzeichnen. Lennart Böhme steigt nach einjähriger Pause wieder ein, Nico Dopieralski wird auch der eigenen Jugend hochgezogen in den Herrenbereich. „Wir haben in der Breite einen guten Kader, in dem jede Position doppelt besetzt ist,“ freut sich Wasserballwart Jochen Fritz. „Und das Beste ist, dass wir bis auf einen Spieler nur Jungs aus Würzburg im Team haben, die seit Jahren in dem Verein spielen!“
In das erste Spiel gehen die 05er trotz personeller Sorgen als Favorit. Mit Inaki Urkiaga, Daniel Schwinning und Robert Seifert (alle privat verhindert) fehlen gleich drei wichtige Spieler. Zudem ist fraglich, ob Jonas Fehn, der an einer Kapselverletzung laboriert, rechtzeitig fit wird. Dennoch muss das erste Heimspiel vor den eigenen Fans gewonnen werden, soll ein Fehlstart verhindert werden.
Am Sonntag ab 16:40 Uhr steht dann das erste Auswärtsspiel an, bei dem sich die Personalsituation dann entspannt und mit Friedrich Streun nur ein Spieler fehlt. Frankfurt ist überraschend mit einem Sieg gegen Cannstatt in die Saison gestartet. Die Würzburger Wasserballer sollten also gewarnt sein!
„Wir wollen die ersten beiden Spiele gewinnen, bevor dann im Dezember gleich drei schwere Spiele gegen München, Fulda und Weiden anstehen. Wir wollen uns vorher Selbstvertrauen holen, um in den schweren Spielen zu bestehen!“ blickt Försch voraus.

Man darf also gespannt sein, wo die Würzburger am Ende der Sasion stehen werden!


 

Würzburgs U15 schafft sensationellen 4. Platz bei den Deutschen Meisterschaften

Die U15 des SV Würzburg 05 hat bei der deutschen Endrunde einen tollen 4. Platz erreicht und die Sensation einer Medaille damit nur knapp verpasst. 
In der Runde der besten sechs Teams in Deutschland gingen die 05er als einziges Nachwuchsteam eines Zweitligisten als Außenseiter ins Rennen. Namhafte Konkurrenz wie der neue und alte deutsche Meister White-Sharks-Hannover e.V., SG Neukölln Berlin, OSC POTSDAM, ASC Duisburg und der SSV Esslingen hatten sich zudem für das Turnier in Hannover qualifiziert. 

U15

Am Freitag startete das Team um Trainer Marc Steinberger mit einer knappen Niederlage gegen den ASC Duisburg in das Turnier. Mit einem 11:10-Sieg gegen die SG Neukölln (dritter des deutschen U15 Pokals) gelang dann die erste kleine Überraschung. Darauf folgte das Spiel gegen den späteren deutschen Meister aus Hannover und man durfte sich wohl erstaunt die Augen reiben, als zur Halbzeit ein 4:4 auf der Anzeigetafel zu lesen war. Im zweiten Abschnitt zeigte Hannover dann aber warum der Titel nur über sie geht und gewann die Partie mit 15:7. Gut erholt zeigte sich das Würzburger Team am Sonntag und es folgte die nächste starke Partie. Ein 10:10-Unentschieden gegen die süddeutsche Talentschmiede und den späteren deutschen Vizemeister aus Esslingen ist ein riesen Erfolg für das junge Würzburger Team, womit zugleich der bärenstarke 4. Platz gesichert wurde. Im letzten unbedeutenden Spiel setzte es noch eine Knappe 11:12-Niederlage gegen den später 6. aus Potsdam. 

Insgesamt zeigte das Team aus Würzburg eine sehr starke Saison und hat sich stetig weiter entwickelt. Die zahlreichen bayerischen Talente, die sich in Würzburg zusammengeschlossen haben um in der deutschen Spitze mitzuspielen sind zu einem echten Team gewachsen und lassen auf weitere Erfolge in den nächsten Jahren hoffen und sind ein erstes Zeichen der wieder erfolgreichen Jugendarbeit!

Glückwunsch Jungs und weiter so!!


 

ERSTER KRIMI IM KAMPF UM DEN KLASSENERHALT!

Die Bundesligamannschaft des SVW 05 empfängt am Samstag, 13.05.2017 ab 16:15 Uhr Poseidon Hamburg!

 

 

Es ist der Auftakt einer Best-of-five Serie, in der der Verlierer in die 2. Bundesliga absteigt und der Gewinner die Klasse erhält. Also ein Duell ums nackte Überleben in der höchsten deutschen Spielklasse.
"Keiner glaubt, dass wir den Klassenerhalt packen können. Wir können nur gewinnen und damit eine schwierige Saison krönen," so Trainer Matthias Försch, der garnicht erst vom Abstieg reden will.
"Wir haben alle Mann an Bord, sind gut vorbereitet und werden kämpfen bis zum Umfallen," gibt sich auch Urkiaga kämpferisch!
Wasserballer



Dazu benötigt das Team aber auch die Unterstützung von den Zuschauern. Unterstützt die 05er bei ihrem vielleicht schon letzten Heimspiel in dieser Saison!

Einlass ab 15:45, Vorstellung der Mannschaften 16:15 Uhr!

Wir freuen uns auf euch!


 

SPORTLEREHRUNG DER STADT WÜRZBURG

Am 27. März 2017 wurden die Sportlerinnen und Sportler des Schwimmvereins Würzburg 05 für Ihre Erfolge im Jahr 2016 ausgezeichnet.

Die Ehrung fand im Ratssaal des Würzburger Rathauses statt. 

 

Sportlerehrung - Nullfünfer Schwimmer

Ehrung der Würzburger Schwimmer und Triathleten: (von links) Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Rüdiger Sebastian, Petra Nickel, Dr. Gerald Lehrieder, Alina Hennl, Sebastian Beck, Julia Dammann, Carolin Dorfner, Maximilian Beck, Lena Kalla, Sören Meißner, Sebastian Greß, Leonie Beck, Klemens Degenhardt, Alina Jungklaus, Lukasz Wojt, Ruwen Straub.

(Foto: Jens Röder, Stadt Würzburg)

  

Ehrung der Würzburger Wasserballer: (von links) Benjamin Flammersberger, Trainer Inaki Urkiaga, Riccardo Klopfer, Jonas Fehn, Anton Laug, Samuel Dewald, Nicolas März, Marc Schauer, Daniel Ivlev, Vincent Schmitt, Lennart Böhme, Paul Volkwein, Daniel Schwinning, Tonio Issing, Alexander Försch, Trainer Matthias Försch, Friedrich Streun, Abteilungsleiter Jochen Fritz, Oberbürgermeister Christian Schuchardt. 

(Foto: Jens Röder, Stadt Würzburg)

Sportlerehrung - Wasserball Bundesliga

 

 


RIESEN JUBEL ÜBER ERSTEN SAISONSIEG!

Die Wasserballer des SV Würzburg 05 haben sich am Samstagnachmittag mit 10:7 (2:2;3:3;3:2;2:0) gegen den Tabellenvorletzten SV Cannstatt verdient durchgesetzt.

Das Team von Matthias Försch und Inaki Urkiaga hat damit Revanche für die bittere Hinspielniederlage in Cannstatt genommen und vor allem den Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigt.

Das Spiel war von Anfang an ein offener Schlagabtausch, in dem zunächst die Cannstätter immer vorlegten und im zweiten Viertel sogar mit 4:2 in Führung gingen. Mit dem Glauben an die eigene Spielstärke konterten die Würzburger den Rückstand und gingen mitte des zweiten Viertels sogar das erste mal im Spiel mit 5:4 in Führung. Spätestens in dieser Phase wusste jeder, dass das Spiel gewonnen werden kann. Auch der 5:5 Ausgleich kurz vor der Halbzeit brachte die 05er nicht aus dem Konzept. Schnell konnten sie sich mit 7:5 in Front bringen. Cannstatt hatte aber hier die passende Antwort parat und glich zum 7:7 aus.

Dies sollte aber der letzte Treffer der Gäste bleiben. Der sehr überzeugende Benjamin Flammersberger (Spieler des Tages) machte in Kooperation mit seiner stabilen Defensive das Tor dicht. Nach vorne konterten die Würzburger und erspielten sich Chance um Chance. Eine erneute Zweitore-Führung brach endgültig den Willen der Cannstätter, die nichts mehr entgegen zu setzen hatten.

Sieg der Würzburger gegen SV Cannstatt

So erspielte sich das junge Team einen souveränen ersten Saisonsieg und sammelte wichtige Punkte im Abstiegskampf der ersten Bundesliga!

"Ich bin verdammt stolz auf meine Jungs! Wir haben viele Rückschläge hinnehmen müssen. Wir sind zunächst nicht richtig in der Liga angekommen. Aber wir haben nie den Glauben an unsere eigene Stärke verloren. Ich muss allen ein großes Kompliment machen, dass sich keiner aufgegeben hat und immer weiter daran gearbeitet hat, damit wir jetzt hier stehen und den ersten Sieg bejubeln können. Wir hatten heute 7 verschiedene Torschützen. Darunter auch viele Nachwuchsspieler, die jetzt Verantwortung übernehmen und Akzente setzen! Das belebt unser Spiel und macht uns schwerer ausrechenbar," bilanziert ein sichtlich erleichterter und sehr glücklicher Trainer Matthias Försch!

"Wir haben in den letzten Spielen gesehen, dass wir die Teams in der unteren Tabellenhälfte schlagen können. Wir waren nahe dran gegen Neustadt und haben es jetzt wieder ein Stück besser gemacht. Ich bin froh, dass wir uns nun endlich belohnen für die harte Arbeit," stimmt Urkiaga seinem Trainerkollegen zu!

Weiter geht es am nächsten Wochenende mit zwei schweren Auswärtsspielen in Krefeld und Duisburg. Eine perfekte Chance zu zeigen, dass mit dem SVW05 noch zu rechnen ist in dieser Saison!

Es spielten: Flammersberger, Urkiaga (1 Tor), Laug (1), Dukovic, Fehn (1), Velazquez (4), Schwinning, Volkwein, Weinmann (1), Kellermann (1), Klopfer, Bruch (1), Lehnert


 

SCHWIMMVEREIN WÜRZBURG 05 STARTET BAUARBEITEN FÜR ABENTEUER GOLFPARK

Auf der Außenanlage des Wolfgang-Adami-Bades entsteht ab heute auf ca. 2.000 m² Fläche ein Abenteuer Golfpark. Mark Loerke und das Team der Abenteuer Golfprojekt GmbH bauen in den kommenden drei Monaten 18 individuell gestaltete Golfbahnen, die sowohl Groß als auch Klein und sowohl Jung als auch Alt zum Spielen einladen. Egal ob Hobby-Golfer oder Profi, alle kommen hier auf ihre Kosten. Abenteuer Golf ist eine moderne Abwandlung von Minigolf. Gespielt wird auf Bahnen mit Kunstrasen, die an das klassische Golf erinnern. Eine PAR-Vorgabe definiert einen Richtwert an Schlägen, die ein guter Spieler auf der Bahn benötigt.

Aber nicht nur dieser Teil unserer Außenanlage wird neu gestaltet, sondern auch der angrenzende Biergarten. Im gemütlichen Ambiente freuen wir uns alle Mitglieder und Gäste des SVW05, sowie des Abenteuer Golfparks mit frischen Speisen und Getränken begrüßen zu dürfen.

Bauarbeiten auf der Liegewiese des SVW05

 


 

WINKT IM HEIMSPIEL GEGEN DEN SC NEUSTADT/ WEINSTRAßE DER ERSTE SAISONSIEG?!

 

Am Samstag Nachmittag starten die 05er um 16:30 Uhr einen neuen Versuch, um endlich den lang ersehnten ersten Saisonsieg einzufahren.

Der Gegner SC Neustadt/Weinstraße rangiert zur Zeit auf Rang sechs der Tabelle. Das Hinspiel in Neustadt ging mit 8:13 verloren, wobei die Würzburger gut mithielten und nur das dritte Viertel etwas verschliefen.

Das Hinspiel war das erste Auswärtsspiel in der Bundesliga. Nun sind viele Wochen vergangen und das ganze Team ist erfahrener und hat sich deutlich gefestigt. Deswegen ist ein heißer Fight zu erwarten, in dem die Würzburger das bessere Ende für sich haben wollen.

"Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert und werden alles ins Wasser hauen, was wir haben," erklärt Jonas Fehn.

"Das Team ist trotz der ganzen Rückschläge nochmal enger zusammengerückt. Wir werden immer stärker und werden uns irgendwann selber belohnen," so Trainer Urkiaga.

Einen ausführlichen Artikel mit einem Interview von Center Anton Laug gibt es in der Mainpost unter https://www.mainpost.de/sport/wuerzburg/Motivation-Wasserballer-Wolfgang-Adami-Bad-Wuerzburger-Wasserballer-sind-bdquo-heiss-ldquo-auf-ersten-Sieg;art786,9510484 zu lesen.

Das Team hofft dabei auf die Unterstützung der Fans und eine volle Halle. Die Vorstellung der Mannschaften beginnt um 16:20 Uhr!


 

BUNDESLIGA-TEAM AUSWÄRTS BEIM TABELLENLETZTEN GEFORDERT!

Die Bundesliga-Mannschaft der 05er startet am Samstag ins neue Jahr und hat dabei gleich ein ganz wichtiges Spiel vor der Brust. Die Mannen von den Trainern Försch/Urkiaga müsse auswärts beim SV Cannstatt antreten. Die Cannstätter sind wie die Würzburger noch sieglos und stehen aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter den Würzburgern. Das soll auch nach diesem Wochenende noch so sein, denn die Marschroute ist klar: "Wir müssen die Spiele gegen die direkten Konkurrenten gewinnen, um uns für die entscheidenden Play-Down Spiele eine gute Ausgangsposition zu verschaffen. Cannstatt hat den Trainer gewechselt, da wissen wir nicht so recht was auf uns zukommt. Sie haben in den ersten Spielen, ähnlich wie wir, mit einer sehr jungen Mannschaft gespielt," so Försch vor dem Spiel. 
"Wir müssen alles reinhauen und konsequent vor dem Tor sein. Die Trainingseinheiten in diesem Jahr haben mit bisher sehr gut gefallen. Alle Spieler sind motiviert und ziehen voll mit", ist Kapitän Sebastian Bruch hoffnungsvoll gestimmt. 

Personell sind die 05er gut aufgestellt. Der Ausfall von Robert Seifert (Australien) wird durch Maxi Kellermann und Max Lehnert aufgefangen. Letzterer wird nach einer langwierigen Schulterverletzung sein Debüt für die 05er geben.  


 

„Grünes Band“ für vorbildliche Nachwuchsarbeit im Schwimmverein Würzburg 05
 

Preisübergabe Grünes BandPreisübergabe


Die zahlreichen Erfolge der Nullfünfer zahlen sich in diesem Jahr besonders aus. Der Deutsche Olympische Sportbund zeichnete die Schwimmer und damit den SV Würzburg 05 e.V. für seine ausgezeichnete Talentförderung und Nachwuchsarbeit mit dem „Grünen Band“ aus. Der Präsident, Thomas Lurz, nahm den mit 5.000 € dotierten Preis am vergangenen Donnerstag in Ansbach entgegen.


 

SCHWERES DOPPELWOCHENENDE FÜR 05ER

Mit zwei Heimspielen verabschieden sich die 05er in die "Winterpause". Diese Spiele haben es aber nocheinmal in sich: am Samstag ab 16:15 Uhr gastiert Duisburg 98 im Adami-Bad, am Sonntag ab 13:45 Uhr kommt der SV Krefeld 72 in unsere Halle.

Gegner Duisburg musste unter der Woche den Verlust von Trainer Toth verkraften, ist sportlich aber voll in der Spur. Ein Sieg gegen Poseidon Hamburg und eine knappe Niederlage gegen Topfavoriten SVV Plauen, sowie ein Sieg im Fünfmeterwerfen gegen Cannstatt im Pokal deuten an, dass Duisburg eher um die vorderen Plätze mitspielen wird.
In einem Vorbereitungstunier vor ein paar Wochen in Duisburg setzte es für die 05er zudem eine deutliche Niederlage. "Es war unser erstes Spiel auf diesem Niveau, welches wir ohne Taktiktraining und voll aus der Schwimmbelastung heraus bestritten haben. Wir werden es am Samstag viel besser machen und unseren Zuschauern ein gutes Spiel liefern", ist sich Trainer Försch sicher.

Auch gegen den SV Krefeld haben die 05er in einem Vorbereitungstunier deutlich verloren. Doch hier gilt das gleiche: die Würzburger wollen und werden es besser machen und wollen zeigen, wer Herr im Adami-Bad ist. Ein besonderes Spiel ist am Sonntag auch für unseren Kapitän Sebastian Bruch, der sich auf das Duell mit seinen alten Kollegen freut: "Natürlich freue ich mich viele Freunde wiederzusehen. Aber das motiviert mich nur noch mehr die Punkte in Würzburg zu behalten", zeigt er sich durchaus kämpferisch, denn auch Krefeld befindet sich nach dem Abstieg aus der A-Gruppe im letzten Jahr zurzeit im Umbruch.

Man wird sehen, ob die 05er aus ihrer Außenseiterrolle schon in der frühen Phase der Saison Kapital schlagen können.
"Keiner hat erwartet, dass wir gleich unsere ersten Spiele gewinnen werden. Wir sind jung, müssen zusammenwachsen und stetig dazu lernen. Wir arbeiten hart im Training und das wird sich irgendwann auszahlen. Das wichtigste ist nie aufzuhören und immer weiterzumachen. Ich hoffe dass die Fans das genauso sehen und immer hinter der Mannschaft stehen. Die Jungs haben sich ein volles Haus verdient", so Urkiaga.

Also kommt am Samstag (16:15 Uhr) und Sonntag (14 Uhr) in die Halle und feuert das Team an!


 

WÜRZBURG SCHEIDET IM DSV-POKAL DURCH NIEDERLAGE IM DERBY AUS!

So hatte man sich die Fahrt nach Weiden nicht vorgestellt. Nach einer 8:9 (1:2 ; 3:1 ; 0:3 ; 4:3)- Niederlage beim SV Weiden sind die 05er aus dem DSV-Pokal ausgeschieden.

Alle wussten, dass es ein schweres Spiel werden würde in einem kleinen Becken gegen einen hochmotivierten Gegner, der lautstarke Fans hinter sich hatte.
Doch genau davor wollten die 05er schnell einen Riegel schieben, indem sie nie Zweifel an einem Sieg für Würzburg aufkommen lassen.

Doch es kam alles anders. In den ersten Minuten gingen die Weidener durch zwei Überzahlsituationen in Front. Das schlimmere Übel daran war, dass Kapitän Sebastian Bruch diese zwei Rausstellungen kassierte und somit bereits im ersten Viertel schwer vorbelastet war.
Es war ein fahriger Beginn der Würzburger, die sich aber bis zur Mitte des 2. Viertels fingen und mit 4:2 in Führung gehen konnten. Mit einem knappen 4:3 Vorsprung ging es dann in die Pause.

Das dritte Viertel war dann wieder ein Rückfall. Würzburg konnte kein Tor erzielen, Weiden hingegen 3. 4:6 aus Würzburger Sicht vor dem letzten Spielabschnitt. Das Team stand mit dem Rücken zur Wand, kämpfte sich aber in einem dramatischen letzten Viertel wieder auf 7:7 heran.

Zwei weiteren Gegentorn ließen die 05er ein weiteres zum 8:9 Anschluss folgen. Die letzten zweieinhalb Minuten fiel kein weiteres Tor mehr, wobei 30 sec. vor Schluss in einem Konter eine fragwürdige Doppelrausstellung von den äußerst unsicheren Schiedsichtern gepfiffen wurde, obwohl der Würzburger Spieler klar vor seinem Mann war und gehalten wurde - es wäre noch die große Chance auf den Ausgleich gewesen. Nicht die einzige umstrittene Entscheidung der beiden Unparteiischen an diesem Abend.
"Die Schiedsrichterleistung heute war mit Sicherheit äußerst fragwürdig, dennoch hätten wir in der ein oder anderen Situation cleverer agieren müssen und wir müssen das Spiel trotzdem gewinnen. Wir machen immer wieder zu leichte Fehler und schenken dem Gegner zu leichte Tore. Das müssen wir unbedingt abstellen, wenn wir in dieser Saison die Klasse halten wollen", resümierte Trainer Försch nach dem Spiel.

Das Team war deutlich geknickt nach dem verlorenen Derby. Nun gilt es aber schnellstmöglich die Köpfe wieder hoch zu bekommen und es am besten schon am kommenden Wochenende besser zu machen.

Dann geht es nämlich weiter in der Liga mit einem Doppelspieltag. Am Samstag (19.11. , 16:30 Uhr) gastiert Duisburg 98 im Adami Bad. Am Sonntag (14 Uhr) wartet mit dem SV Krefeld ein nächster dicker Brocken auf die junge Würzburger Mannschaft.

"Das Pokalspiel war mit Sicherheit ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit. Wir wissen nun, dass wir weiter hart arbeiten müssen um im Geschäft 1. Bundesliga zu bleiben. Wir sind ein junges Team und müssen noch viel lernen!", so Trainer Urkiaga!

Es spielten: Flammersberger, Laug, Urkiaga, Dukovic, Fehn, Velazquez, Schwinning, Seifert, Weinmann, Ivlev, Klopfer, Bruch, Volkwein

 


 

Lurz & Lurz: „Der Stellenwert Olympias ist zu hoch“

 

Die Brüder Stefan (39) und Thomas Lurz (36) aus der Würzburger Stadtrandgemeinde Gerbrunn bilden seit über zehn Jahren ein Gespann im Schwimmsport: Als Trainer betreute der Ältere den Jüngeren bei den meisten Erfolgen, darunter insgesamt 33 Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. Stefan Lurz, gelernter Versicherungskaufmann, ist Freiwasser-Bundestrainer und beim SV 05 Würzburg Geschäftsführer und Cheftrainer in Personalunion. Thomas Lurz beendete im Mai 2015 seine aktive Karriere. Er arbeitet beim Modekonzern s. Oliver als Personalentwickler und absolviert parallel ein Managementstudium an der „WHU Otto Beisheim School“ in Düsseldorf. Seit knapp einem Jahr ist der frühere Weltklasseschwimmer auch Präsident des SV 05 Würzburg. Thomas Lurz ist verheiratet und hat zwei Kinder. Im Interview blicken die Brüder zurück auf Olympia in Rio und fordern vom Deutschen Schwimmverband (DSV) mehr Transparenz und eine Eigenständigkeit der Freiwassersparte.

Frage: Stefan, die Olympischen Spiele sind seit gut zwei Monaten Geschichte. Für Leonie Beck vom SV 05 Würzburg brachten sie sportlich eine Enttäuschung mit einer Leistung über 800 m Kraul, die Sie sich als Trainer kaum erklären konnten. Was hat die Analyse gebracht?

Stefan Lurz: Leonie wollte nach ihrem Wettkampf in Rio nur noch weg, wir haben ihr den nächstmöglichen Flug gebucht. Sie hat sich gesundheitlich nicht gut gefühlt und sich in Würzburg einer Untersuchung unterzogen. Beim Bluttest kam heraus, dass sie an Dengue-Fieber erkrankt war, offenbar ist sie während der Vorbereitung in Brasilien von einer Mücke gestochen und infiziert worden. Das war für mich als Trainer und natürlich auch für sie eine wichtige Antwort darauf, weshalb so weit hinter ihrer Bestzeit geblieben ist. Sie ist erst 19 Jahre alt. Mittlerweile ist sie geheilt und hat wieder die Kraft gefunden, mit dem Leistungssport weiterzumachen. Sie geht die Olympischen Spiele 2020 in Tokio an.

Diese Entscheidung ist gefallen?

Stefan Lurz: Ja. Sie ist wieder voll dabei im Training, und die ersten Ergebnisse sind schon wieder im Normalbereich und weit schneller als das, was sie bei Olympia geschwommen ist.

Wie kann es passieren, dass bei einem Mitglied der Nationalmannschaft im Trainingslager die Erkrankung nicht diagnostiziert wurde?

Stefan Lurz: Genau diese Frage habe ich mir auch gestellt. Sie war ja bei Ärzten in Brasilien. Wie also kann man sie nicht ins Krankenhaus schicken und die Blutwerte checken lassen? Natürlich wäre sie in diesem Fall mit Sicherheit nach Hause geschickt worden. Wir versuchen, das Positive im Negativen zu sehen: Leonie hat sich ihren Traum von einer Olympiateilnahme erfüllt. Das nimmt in Richtung Tokio erst mal Druck weg. Ich erkenne sogar ein paar Parallelen zu Thomas, der hat seine erste Olympiateilnahme 2004 auch in den Sand gesetzt.

Thomas Lurz: Richtig. Für Leonie war es eine wichtige Erfahrung, die ihr in der weiteren Karriere helfen kann, wenn sie die richtigen Schlüsse zieht. Sport ist immer ein Reifungsprozess.

Zum zweiten Mal in Folge sind die Beckenschwimmer bei Olympia ohne Medaillen geblieben. Was hat die Aufarbeitung gebracht?

Stefan Lurz: Im Moment herrscht Stillstand im Verband, was nachvollziehbar ist: Am Samstag wird in Leipzig ein neues Präsidium gewählt. Die sportfachlichen Analysen haben noch keine konkreten Ergebnisse gebracht. Ich glaube noch immer daran, dass wir uns im DSV, je näher es auf die Olympischen Spielen zugeht, zu viel um Detailfragen kümmern und das Wesentliche aus den Augen verlieren. Da werden beispielsweise Fenster abgeklebt, um Dunkelheit zu simulieren, aber die Schwimmerei wird vergessen. Die Lockerheit geht verloren. Unsere Schwimmer kommen mit Top-10-Leistungen zu Olympia, aber wenn man nur 99 Prozent Leistung bringt, reicht es auf diesem Niveau nicht.

Es fehlt aber auch an Medaillenkandidaten . . .

Stefan Lurz: Ja, das Grundniveau im Schwimmsport in Deutschland sinkt. Wir haben im Moment nur Einzelkönner wie Marco Koch, die in der Lage sind, eine Medaille zu gewinnen. Früher hatten wir zehn Athleten in dieser Kategorie. Das liegt zum einen an der finanziellen Förderung, die nicht ausreicht. Andererseits ist es schwer, Jugendliche mit den hohen Anforderungen in der Schule zu vier, fünf Stunden Hochleistungssport täglich zu bewegen. Dazu kommt ein geändertes Freizeitverhalten, viele tauchen ständig in ihre Social-Media-Welt ab.

Ist es nicht auch so, dass viele deutsche Schwimmer die Olympia-Teilnahme schon als ihren größten Erfolg feiern? Eigentlich müsste die Bestleistung bei den Spielen doch das Ziel sein?

Thomas Lurz: Genau so ist es, ja. Das liegt an den harten Qualifikationskriterien in Deutschland. Das können sich die USA erlauben, weil sie massenhaft gute Schwimmer haben. Bei uns muss der Höhepunkt bei den Olympischen Spielen stattfinden. Wir orientieren uns in der Qualifikation an den Top-Nationen, sind aber selbst keine mehr. Darin liegt der Fehler. So fahren viele als Tourist zu den Spielen, weil ihr Höhepunkt bei den Deutschen Meisterschaften lag. Das darf nicht das Kriterium sein.

Stefan Lurz: Ich sehe das ähnlich. Die Kriterien sind sehr hart. Wenn du dich drei Jahre lang trainingsinhaltlich und mental nur auf diese Qualifikation vorbereitest, ist es doch logisch, dass danach die Spannung abfällt. Die kannst du innerhalb von zwei Monaten bis zu Olympia nicht mehr aufbauen. Das ist zunächst kein Vorwurf, ich stelle das nur fest. Zweiter Punkt: Unser Sportsystem ist auf einen vierjährigen olympischen Zyklus aufgebaut. Ob der Trainer seinen Vertrag verlängert bekommt, hängt auch davon ab, wie der Sportler abschneidet.

Das ist eine zusätzliche Drucksituation für die Athleten. Olympia genießt aus meiner Sicht in der Förderung einen zu hohen Stellenwert. Wer spricht im Schwimmen denn von einer Europa- oder Weltmeisterschaft?

Thomas Lurz: Ein entscheidender Fehler. Wenn wir zig Olympiamedaillen abgrasen würden, okay. Aber wir grasen gar keine ab. Also müssen wir selbstkritisch unser Niveau hinterfragen. Die Kunst ist es, den Schwimmsport so zu gestalten, dass er mit Schule, Beruf, Ausbildung, Studium zu vereinen ist, ohne dass der Sportler Nachteile hat. Deshalb müssen Strukturen verändert werden, aber es herrscht ein gewaltiger Reformstau im Verband. Wir müssen Talente frühzeitig erkennen und zielgerichtet auch neben dem Sport fördern. Dann nimmst du ihnen die Ängste.

Spricht da der Vereins-Präsident des SV 05?

Thomas Lurz: Leistungssport ist bei uns nur ein Teil im Verein, aber ja, wir versuchen schon, unsere Talente in allen Disziplinen auch außerhalb des Sports zu unterstützen.

Sie sind seit knapp einem Jahr Amt, wie fällt Ihr erstes Fazit aus?

Thomas Lurz: Wir haben ja auch erstmals mit meinem Bruder einen Geschäftsführer, der das operative Geschäft sehr gut macht. Wir stehen als Verein gut da und haben alles im Griff, oder?

Stefan Lurz: Ja.

Thomas Lurz (lacht): Dann bin ich beruhigt. Wir haben versucht, die Finanzen gerade zu rücken. Das ist uns gelungen. Jetzt versuchen wir Stück für Stück die Qualität der Anlagen im Adami-Bad zu verbessern. Wir haben einen neuen, tollen Spielplatz gebaut, wir werden auch die Sanitäranlagen und Duschen renovieren. In Kürze eröffnet unsere Vereinsgaststätte neu, das wird ein Highlight. Dann versuchen wir auch, sportlich wieder nach vorne zu kommen. Der Aufstieg der Wasserballer in die Bundesliga war uns sehr wichtig, weil das eine Traditionsabteilung ist, die dorthin gehört.

Wie fällt das Urteil des Bruders über den neuen Präsidenten aus?

Stefan Lurz: Er macht das sehr gut. Man merkt, dass sein Name ein Türöffner ist. Für uns war es wichtig, dass der Betriebskostenzuschuss von der Stadt Würzburg jetzt mal für fünf Jahre geregelt ist, das gibt Planungssicherheit. In der Akquise von Sponsoren ist er auch erfolgreich, viele seiner früheren Förderer konnte er für den Verein gewinnen. Es wird noch ein paar Monate dauern, bis der SV 05 komplett schuldenfrei dasteht. Offen ist im Moment nur die Frage, ob wir Bundesstützpunkt für Freiwasserschwimmen bleiben. Es sieht gut aus. Wenn wir diese Kuh noch vom Eis bekommen, sehe ich positiv in die Zukunft und dann haben wir auch wieder Spielraum für Investitionen.

Gibt es auch Streitpunkte zwischen den Brüdern?

Stefan Lurz: Wir liegen auf einer Wellenlänge, was die sportliche Ausrichtung im Verein anbelangt. Wir wollen beide auch Leistungssport, weil dieser ein Aushängeschild ist. Über Erfolge ziehen wir Mitglieder an. Erfolge bringen auch Fördergelder, die in Form von Infrastrukturmaßnahmen jedem Mitglied zu Gute kommen. Natürlich gibt es auch mal Meinungsverschiedenheiten. Bislang haben wir aber immer einen Kompromiss gefunden.

Bei der Neuwahl des DSV-Präsidiums unterstützen Sie beide die Kandidatin Gabi Dörries. Was ist die Hoffnung? Im Moment wirken Schwimmer wie Verband irgendwie gelähmt.

Stefan Lurz: Wir brauchen frischen Wind und wünschen uns mit Gabi Dörries vor allem Klarheit in den Strukturen und Transparenz in finanzieller Hinsicht. Wer erhält welche Gelder? Da gibt es kaum Einblicke, und das schürt Gerüchte und Neid. Das muss sich ändern. Für mich ist es das Allerwichtigste, dass Leistung belohnt wird und nicht irgendwelche alten Seilschaften. Was Würzburg betrifft: Ich möchte, dass Freiwasser als eigenständige Sparte im DSV angesiedelt wird und nicht mehr der Wurmfortsatz des Beckenschwimmens ist. Die Erfolge geben uns recht. Als eigene Sportart hätten wir mehr Entscheidungsfreiheit und könnten besser planen.

Thomas Lurz: Wir brauchen klare Strukturen, denn das Führungsproblem im DSV ist mitverantwortlich für den Misserfolg. Wir sind im Leistungssport, der ist doch einfach zu messen. Gelder müssen nach klaren Kriterien verteilt werden.

Es gibt zwei Gegenkandidaten. Wie groß sind die Chancen für Gabi Dörries?

Stefan Lurz: Ich bin positiv gestimmt. Die großen Landesverbände wie Bayern, Baden, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen haben fast 50 Prozent der Stimmen, sie alle haben sich klar pro Dörries positioniert.

Thomas Lurz: Ein Neuanfang geht nur mit Dörries und ihrem Team. Die anderen Kandidaten würde ich gerne fragen, weshalb sie sich aufstellen lassen. Sie gehören bereits dem Präsidium an. Sie hatten ihre Chance.

Veränderungen im Deutschen Schwimm-Verband

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) steht vor einer Zäsur. Nach 16 Jahren tritt Präsidentin Christa Thiel auf dem Verbandstag heute in Leipzig nicht mehr an. Favoritin auf die Nachfolge der Anwältin aus Wiesbaden ist Gabi Dörries. Die Software-Unternehmerin aus Elmshorn tritt mit einem kompletten Präsidiumsteam an, als Berater stehen ehemalige Athleten wie Britta Steffen, Thomas Lurz oder der Wasserballer Hagen Stamm hinter der derzeitigen Fachspartenleiterin Schwimmen. Weitere Kandidaten sind Vico Kohlat, Vizepräsident Recht im DSV, sowie Dietmar Schott, Vorsitzender der Hamburger Schwimm-Verbandes, der große Teile des jetzigen Präsidiums zu seinem Team zählt. Es wählen die Delegierten der Landesverbände.

Der SV 05 Würzburg ist mit 2800 Mitgliedern einer der größten Schwimmsportvereine in Deutschland. In Unterfranken sind 505 935 Mitglieder in Sportvereinen registriert. Am beliebtesten sind: Fußball (186 099), Turnen (104 318), Tennis (29 531) und Leichtathletik (18 694). Den Schwimmvereinen im Bezirk gehören 8996 Mitglieder an.

 


 

zum Archiv =>