Die Synchronschwimmabteilung des Schwimmverein Würzburg 05 e.V.

 

Die FINA hat 1968 das Synchronschwimmen - oder auch Kunstschwimmen - als vierte Sparte neben Schwimmen, Wasserspringen und Wasserball anerkannt. Der erste Wettkampf fand bereits 1946 in den USA statt.

1984 wurde das Synchronschwimmen erstmals olympisch mit den zwei Disziplinen Solo und Duett. 1996 mussten diese zugunsten des  Gruppenwettbewerbes aus dem olympischen Programm weichen. In Atlanta war das Synchronschwimmen also nur noch mit einer Disziplin, allerdings mit der beim Publikum beliebtesten, vertreten. Dabei muss eine Gruppe immer aus acht Schwimmerinnen bestehen.

Das Synchronschwimmen ist als technische Sportart klar vom Wasserballett, das reinen Showcharakter hat, zu unterscheiden. Das Synchronschwimmen beinhaltet Elemente aus dem Turnen, Schwimmen, Wasserball, der rhythmischen Sportgymnastik und dem Eiskunstlauf. 2:30 bis 4 Minuten dauert die Kraft aufreibende und absolute Konzentration verlangende Kür, bei der trotz aller Anstrengung vor allem das Gefühl der Mühelosigkeit vermittelt werden soll.

Gleich wie im Eiskunstlaufen werden Pflicht, Kurzprogramm (Technical routine) und Kür (Free Program) gewertet.
Im Kurzprogramm werden sechs bis acht Pflichtelemente in einer vorgegebenen Reihenfolge bei musikalischer Untermalung vorgetragen.
Im Kürwettkampf (Free Program) werden beliebige Figurenkombinationen, Formationsverschiebungen und Schwimmzüge synchron untereinander und / oder zur Musik gezeigt.

Knapp 55 Jahre hat das Synchronschwimmen beim SV Würzburg 05 e. V. mittlerweile schon seinen festen Platz.

1962 wurde die Abteilung von Lollo Volk ins Leben gerufen. Sie war auch die erste Abteilungsleiterin der Synchron-Nixen, die seither rund 20 deutsche und bayerische Meistertitel nach Würzburg holten. Zur Jahrtausendwende erlebte die so anmutig wirkende und doch so trainingsintensive Sportart einen regelrechten Boom beim SVW05.
Mitte der 2000er plagten die Abteilung Nachwuchsprobleme. Mittlerweile befindet sich die Abteilung in einer Wiederaufbau-Phase und konzentriert sich deshalb auf die Nachwuchsarbeit.

Zu Beginn der 2000er hatte der SV Würzburg 05 mit Lorea Urquiaga eine überaus erfolgreiche Schwimmerin im deutschen Jugendkader sowie im Nationalkader. Lorea Urquiaga sammelte einige deutsche und bayerische Meistertitel für den SVW05. 2008 erkämpfte sich Amélie Ebert, ebenso mehrfache Bayerische und Deutsche Jugend-Meisterin sowie Deutsche Vizemeisterin, den Platz von Lorea Urquiaga im deutschen Kader. Die beiden Vorzeigeathletinnen des SV Würzburg 05 repräsentierten den Verein sowie Deutschland an zahlreichen Jugend-Europameisterschaften, Jugend-Weltmeisterschaften sowie Europa- und Weltmeisterschaften. Außerdem starteten sie bei zahlreichen internationalen Veranstaltungen der Weltbesten im Synchronschwimmen.