Nullfünfer gewinnen den Medaillenspiegel bei den Bayerischen Meisterschaften im Wolfgang-Adami-Bad

Am vergangenen Wochenende fanden die Bayerischen Meisterschaften im Schwimmen im Würzburger Wolfgang-Adami-Bad statt.

Über 300 Sportler aus 40 Vereinen nahmen teil. Mit 15 Gold-, 6 Silber- und 5 Bronzemedaillen konnte der Schwimmverein Würzburg 05 den Medaillenspiegel vor der SG Stadtwerke München und der SG Mittelfranken für sich entscheiden.

Die punktbeste Leistung bei den Damen und gleichzeitig Gold über 400m Freistil sicherte sich Leonie Beck. Ruwen Straub schwamm über 800m Freistil in 8:04,32 Minuten zur deutschen Jahresbestzeit und erzielte damit die punktbeste Leistung bei den Herren.

Weitere Goldmedaillen gingen an Klemens Degenhardt (100m und 200m Brust), Svenja Zihsler (200m Freistil, 200m Schmetterling), Carolin Dorfner (50m und 100m Schmetterling), Alina Hennl (200m Lagen und 100m Brust), Sören Meißner (400m Freistil), Pascale Freisleben (100m Freistil) und Ruwen Straub (200m Schmetterling).

Gruppenbild_Logo

 

Sowohl die Nullfünfer Damen als auch die Herren gewannen die 4x200m Freistil-Staffel. Zudem siegten die Damen über 4x100m Freistil.  

 


SPORTLEREHRUNG DER STADT WÜRZBURG

Am 27. März 2017 wurden die Sportlerinnen und Sportler des Schwimmvereins Würzburg 05 für Ihre Erfolge im Jahr 2016 ausgezeichnet.

Die Ehrung fand im Ratssaal des Würzburger Rathauses statt. 

Sportlerehrung - Nullfünfer Schwimmer

Ehrung der Würzburger Schwimmer und Triathleten: (von links) Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Rüdiger Sebastian, Petra Nickel, Dr. Gerald Lehrieder, Alina Hennl, Sebastian Beck, Julia Dammann, Carolin Dorfner, Maximilian Beck, Lena Kalla, Sören Meißner, Sebastian Greß, Leonie Beck, Klemens Degenhardt, Alina Jungklaus, Lukasz Wojt, Ruwen Straub.

(Foto: Jens Röder, Stadt Würzburg)

 


NULLFÜNFER SICHERN SICH DEUTSCHEN MANNSCHAFTSTITEL BEI DEN DAMEN UND HERREN

Mit dem Titel der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften sind sowohl die Damen- als auch die Herrenmannschaft des Schwimmverein Würzburg 05 aus Essen zurückgekehrt.

Bereits im ersten Abschnitt zeigten die Damen vom SV Würzburg 05, dass dieses Jahr kein Weg an ihnen vorbei führt. Am Ende konnten sie den Titel mit 717 Punkten Vorsprung auf den Titelverteidiger aus Essen gewinnen. Die Schwimmerinnen verhinderten damit den neunten Titel in Serie für die SG Essen. Platz drei ging wie im Vorjahr an die Damen des SV Nikar Heidelberg. Leonie Beck erzielte über 400m Freistil (4:04,20 Minuten) die Punkbeste Leistung bei den Damen. Auch über die doppelte Distanz sammelte sie mit ihrer Zeit von 8:27,23 Minuten zahlreiche Punkte für das Team. Insgesamt steuerte die Studentin 4080 Punkte zur Mannschaftswertung bei, gefolgt von Jakabos (4068) und Jungklaus (3516).

DMS 2017 Damen Siegerehrung

 

Frauenteam der 1. Bundesliga 2017: Julia Dammann, Svenja Zihsler, Lena Kalla, Alina Jungklaus, Alina Hennl, Carolin Dorfner, Zsuzsanna Jakabos, Dorrotya Dobos, Dalma Sebestyen und Leonie Beck.

 

DMS 2017 Herren SiegerehrungBei den Herren konnten nach drei Abschnitten die Titelverteidiger aus Würzburg ihren Titel mit 390 Punkten Vorsprung verteidigen und den Potsdamer SV auf Platz zwei verweisen. Ruwen Straub war schnellster Schwimmer über die 1,500m Freistil (14:44,57 Minuten) und lieferte damit die beste Einzelleistung bei den Nullfünfern ab. Viele Punkte erzielte auch Sören Meißner (3819) und Mark Mezaros (3007). Platz drei ging an die Hausherren aus Essen.

 

 Männerteam der 1. Bundesliga 2017: Krisztian Takasz, Gabor Balog, Maxim Lobanovskyj, Mark Mezaros, Sören Meißner, Klemens  Degenhardt, Sebastian Beck, Ruwen Straub, Tony Cox, Maximilian Beck und Lukasz Wojt. 

 


 

FÜNF TITEL IN DER OFFENEN KLASSE FÜR WÜRZBURGER SCHWIMMER BEI BAYERISCHEN MEISTERSCHAFTEN LANGE STRECKE

 

Am Samstag ging es für die Nullfünfer zum ersten Wettkampf des Jahres 2017. Im Regensburger Westbad fanden die Bayerischen Meisterschaften „Lange Strecken“ statt. Am Ende konnten die Schwimmer/-innen 9* Gold, 8*Silber  und 6*Bronze an aus dem Wasser fischen. In der offenen Klasse sicherte sich Leonie Beck über 800m Freistil in 8:41,88 Minuten und 400m Lagen in 4:49,42 Minuten gleich zweimal den Bayerischen Meister-Titel. Bei den Herren war Sören Meißner gleichermaßen erfolgreich. Er gewann die 400m Lagen in 4:32,43 Minuten und die 1.500m Freistil in sehr guten 15:21,94 Minuten. Über 1500m Freistil gelang den Würzburgern das Kunststück einen dreifach-Erfolg zu verbuchen. Hinter Meißner schlug Ruwen Straub in 15:25,33 Minuten als Vize-Meister vor Shay Toledano in 16:24,22 Minuten an. Weiß-blau-Titel Nummer fünf in der offenen Klasse gewann Svenja Zihsler über 1.500m Freistil (17:14,31 Minuten).Siegerehrung 1.500m Freistil Herren

 

Jahrgangsmeister wurden Sebastian Beck (1.500m Freistil), Laura Neumann (400m Lagen), Max Brandenstein (1.500m Freistill) und Romy Dreher (800m Freistil).

Nun stehen, nach dieser gelungenen Generalprobe, in zwei Wochen die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften an, bei denen die Nullfünfer sowohl bei den Damen, als auch bei den Männern um die Medaillen mitsachwimmen möchten.

 


 

GELUNGENE GENERALPROBE FÜR WÜRZBURGER SCHWIMMER

 

Auf eine erfolgreiches Wochenende bei den Bayerischen Kurzbahnmeisterschaften in Nürnberg können die Schwimmer des SV Würzburg 05 blicken. Mit 22 Gold-, elf Silber- und sechs Bronzemedaillen gewannen sie den Medaillenspiegel vor der SG Stadtwerke München (15/12/14) und dem TSV Hohenbrunn-Riemerling (1/1/2).

Leonie Beck

Erfolgreichste Teilnehmerin aus Sicht der Würzburger war Leonie Beck. „Sie wird in dieser nacholympischen Saison vermehrt Nebenstrecken ins Auge fassen“, sagte SV-05-Cheftrainer Stefan Lurz. Ein Konzept, das sich zu bewähren scheint. In Nürnberg holte Beck über 200m Lagen, 200m Brust, 100m und 200m Freistil Gold. Dreimal Gold und einmal Silber gewann Lena Kalla. Nach zweijähriger Wettkampfpause war sie im September wieder ins Training eingestiegen und konnte die 100m Lagen, 50m und 200m Rücken gewinnen. Silber erschwamm sie sich über 50m Schmetterling. Je zweimal Gold gewannen Alina Jungklaus (400m, 1500m Freistil), Jakob Markowski (100m Brust, 100m Lagen), Carolin Dorfner (100m und 200m Schmetterling) und Sebastian Gress (50m und 100m Schmetterling).

Einmal siegreich waren Svenja Zihsler (800m Freistil), Shay Toledano (1500m Freistil), Laura Neumann (400m Lagen) und Ruwen Straub (800m Freistil).

Zudem konnten die Schwimmer drei von vier Staffelentscheidungen für sich verbuchen. Über 4x50m Freistil gewannen sowohl die Damen (Dorfner, Kalla, Beck, Jungklaus) als auch die Herren (Sebastian Beck, Maximilian Beck, Gress, Markowski). Auf den 4x50 Lagen siegten die Mädels mit Kalla, Beck, Dorfner und Jungklaus. Die Herren mussten sich knapp der SG Stadtwerke München geschlagen geben. „Insgesamt war es eine gelungene Generalprobe für die in knapp zwei Wochen beginnenden Deutschen Kurbahnmeisterschaften in Berlin“, so Lurz.

 


 

JUGENDSPORTLEREHRUNG DER STADT WÜRZBURG

Am Dienstag, den 12.Oktober 2016 wurden die Nachwuchssportler der Abteilung Schwimmen für ihre Erfolge in der vergangenen Saison ausgezeichnet.

Jugendsportlehrung 2016


 

GOLD FÜR LEONIE BECK

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Über ein klasse Rennen und den Europameister-Titel mit der deutschen Mixed-Staffel konnte sich die Würzburger Schwimmerin Leonie Beck am Wochenende freuen. Bei den Freiwasser-Europameisterschaften der Junioren in der toskanischen Hafenstadt Piombino ging die Athletin des SV Würzburg 05 über 4 x 1,25 Kilometer als erste an den Start. Sie hielt als einzige Frau das Tempo der männlichen Konkurrenz in der Startgruppe mit und übergab dann an ihren Kollegen Thore Bermel (Elmshorn), der die deutsche Staffel souverän weiter nach vorne auf Platz fünf schob. An Position drei – die Hälfte der zwölf teilnehmenden Nationen hatte zu diesem Zeitpunkt die beiden männlichen Startplätze der Mixed-Staffel bereits ausgeschöpft – ging Florian Wellbrock (Magdeburg) ins Wasser und schwamm mit einem Vorsprung von mehr als einer Minute an die Spitze. Jeannette Spiwoks (Essen) brachte das Rennen schließlich sicher nach Hause.

„Ich freue mich total für Leonie persönlich, nicht nur für den Verein“, betonte Bundestrainer Stefan Lurz. Nach der Enttäuschung bei den Olympischen Spielen – seine Athletin hatte sich einen Virusinfekt eingefangen und war mit 20 Sekunden Rückstand auf ihre Bestzeit über 800 Meter Freistil weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben – tue ihr dieser Erfolg besonders gut. Der erfahrene Coach weiß, dass es mitunter lange dauern kann, bis ein Athlet eine Olympia-Enttäuschung verdaut hat, aber er ist sich sicher, dass das Staffel-Gold bei den Europameisterschaften Beck bei der Verarbeitung helfen wird: „Sie hat wirklich einen super Job gemacht.“

Die anderen fünf Teilnehmer des SV Würzburg 05 – Alina Jungklaus konnte krankheitsbedingt nicht starten – landeten bei dem Wettbewerb alle auf den hinteren Plätzen. Laura und Leonie Neumann kamen über fünf Kilometer (14- bis 15-Jährige) auf den 21. und 22., Jan Laudam auf den 19. Platz. Youngster Max Brandenstein beendete das Rennen auf Position 20. Bei den 16- bis 17-Jährigen schwamm Lars Grundheber auf Platz 27. Die eher schlechten Ergebnisse überraschten den Bundestrainer nicht. „Der Zeitpunkt des Wettbewerbs war nicht ideal, da die Schwimmer quasi direkt aus der dreiwöchigen Sommerpause gekommen sind“, sagte Lurz, der seinen Athleten aber dennoch eine ordentliche Leistung bescheinigte.

 


 

 

SIEBEN EM-STARTER AUS WÜRZBURG

Leonie Beck

Für einige Schwimmer des SV 05 Würzburg steht der Saisonhöhepunkt bevor: Im italienischen Piombino beginnen an diesem Freitag die Freiwasser-Europameisterschaften der Junioren, unter den 18 deutschen Startern, die in der toskanischen Hafenstadt ins Wasser steigen, sind gleich sieben Würzburger. Die Titelkämpfe dauern bis Sonntag, 11. September.

Angeführt wird die DSV-Auswahl von der Würzburger Olympia-Teilnehmerin Leonie Beck und Florian Wellbrock (SC Magdeburg), der ebenfalls in Rio am Start war. Beide starteten in Rio de Janeiro über 800 bzw. 1500 Meter Freistil im Beckenschwimmen, sind aber auch hervorragende Freiwasserschwimmer. Zudem in Piombino am Start sind die Würzburger Alina Jungklaus, Laura und Leonie Neumann, Jan Laudam, Lars Grundheber und der 15-jährige SV 05-Youngster Max Brandenstein. Betreut werden die Athleten von DSV-Freiwassertrainer Stefan Lurz (SV 05 Würzburg).

Gestartet wird bei den Junioren-Europameisterschaften in drei Alterskategorien, die unterschiedliche Distanzen zurücklegen. Die 18- bis 19-Jährigen starten im Einzel über 10 Kilometer, die 16- bis 17-Jährigen über 7,5 Kilometer und die 14- bis 15-Jährigen über 5 Kilometer. Die Staffelwettbewerbe werden über 4 x 1,25 Kilometer Mixed (2 Mädchen/zwei Jungen) in zwei Alterskategorien ausgetragen: 19 Jahre und jünger sowie 14 bis 16 Jahre.

 


 NULLFÜNFER DOMINIEREN BAYERISCHE FREIWASSERMEISTERSCHAFTEN

Bayerische Meisterschaften im Freiwasser 31.07.2016

Der SV Würzburg 05 war bei den bayerischen Freiwassermeisterschaften im Wörthsee bei Inning der mit Abstand erfolgreichste Verein. Am Ende kamen die Nullfünfer (im Bild) auf neun Gold-, sechs Silber- und vier Bronzemedaillen und gewannen damit öfters Gold als alle anderen Vereine zusammen. Sieger in der offenen Klasse und somit bayerische Meister über 5 km wurden Sören Meißner und Svenja Zihsler. Bei den Herren feierten die Würzburger einen dreifach Erfolg: Meißner wurde erster vor Shay Toledano und Ruwen Straub. Auch die Ränge vier bis sieben belegten Würzburger Athleten. Bei den Damen gewann Zihsler vor ihrer Vereinskollegin Alina Jungklaus, die gleichzeitig die Juniorenwertung für sich entschied. Über 5 km siegten in ihren Altersklassen Jan Laudam (Jahrgang 2001), Sebastian Beck (2000), Lars Grundheber (Junioren), Shay Toledano (AK 20), Sören Meißner (AK 25), Svenja Zihsler (AK 20), Alina Jungklaus (Juniorinnen) und Romy Dreher (2001). Weitere Medaillen gewannen Max Brandenstein (Silber, Jahrgang 2001, 5 km), Ruwen Straub (Silber, AK 20, 5 km), Klemens Degenhardt (Bronze, AK 20, 5 km), Alexander Feldhaus (Silber, AK 25, 5 km), Carolin Dorfner (Silber, Juniorinnen, 5 km), Svenja Herbert (Bronze, Juniorinnen, 5 km), Alina Hennl (Bronze, AK 20, 5 km), Sasha Schaffner (Silber, 2004, 2,5 km), Marvin Freser (Silber, 2003, 2,5 km) und Carmen Dorfner (Bronze, 2004, 2,5 km).

 


 

ALLES KOPFSACHE

Unsere Athleten für Rio: Die Würzburger Schwimmerin Leonie Beck (19) wird am 11. August in Brasilien über 800 Meter Freistil an den Start gehen.

Leonie Beck ist erst 19 Jahre alt, doch schon jetzt erfüllt sich für die Schwimmerin vom SV Würzburg 05 ein Lebenstraum: Bei den Olympischen Spielen in Rio wird sie in der Disziplin über 800 Meter Freistil an den Start gehen. Qualifiziert hat sich Beck erst wenige Wochen vorher, Anfang Juli bei den German Open in Berlin. "Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen", sagt die Studentin zu dem Moment, als sie mit einer Zeit von 8:37,53 Minuten die erforderliche Norm um dreieinhalb Sekunden unterbot. Vier Jahre hat sie auf dieses Ziel hingearbeitet - und auch wenn eine Medaille unrealistisch ist, Leonie Beck hat sich ein großes Ziel gesetzt.

Beck hofft auf Bestzeit in Rio

Für Rio will Beck mindestens ihre diesjährige Bestzeit bei den deutschen Meisterschaften unterbieten, die bei 8:33,13 Minuten lag. "Natürlich hoffe ich aber, dass ich meine persönliche Bestzeit schwimme", sagt Beck. Die ist nämlich mit 8:27,37 Minuten noch mal gut sechs Sekunden besser. Doch selbst damit wird die Würzburger Schwimmerin kaum Chancen auf eine Medaille haben. Bei den vergangenen Spielen wäre für Bronze mindestens 8:27 zu erreichen gewesen und dieses Mal werden die Qualifikationszeiten für das Finale eher um die 8:20 liegen, vermutet Beck. Aber auch wenn sie voraussichtlich nicht mit Stars wie Katie Ledecky konkurrieren kann, will sie ihr Bestes geben - ohne Erfolgsdruck. "Das ist für mich das Sahnehäubchen der Saison. Ich geh da ganz entspannt ran, freu mich drauf und genieß das einfach."

Leonie Beck

Nicht nur Ehrgeiz muss eine gute Schwimmerin mitbringen. Auch mentale Stärke gehört dazu. "Wenn man mit Angst an den Start geht, hat man eigentlich von vornherein verloren", ist Becks feste Überzeugung. Gut möglich, dass genau diese Einstellung ihrem Ziel für eine neue Bestmarke sehr zuträglich ist - die Kopfsache ist im Schwimmen nun mal ein großer Faktor. 

 


 

GOLDREGEN FÜR DEN SV WÜRZBURG 05

Mit 27 Titeln haben die Schwimmer des SV Würzburg 05 das erfolgreichste Einzelteam bei den bayerischen Jugendmeisterschaften im Schwimmen gestellt. Die Meisterschaften mit mehr als 600 Teilnehmern aus ganz Bayern wurden am vergangenen Wochenende im Würzburger Wolfgang-Adami-Bad ausgetragen.

Erfolgreichste Teilnehmer des SV 05 waren Sebastian Beck und Carolin Dorfner, die jeweils acht Titel erschwammen. Der 16 Jahre alte Beck gewann über 50, 100, 200 und 400 Meter Freistil, 50 und 100 Meter Rücken, 50 Meter Brust und 200 Meter Lagen Gold, außerdem Silber über 50 und 100 Meter Schmetterling. Für Carolin Dorfner (17) gab es jeweils Titel über 50, 100 und 200 Meter Schmetterling und Freistil, sowie 400 Meter Freistil und 200 Meter Lagen.

Stefan Lurz, Cheftrainer des Vereins, zeigte sich erfreut über die Medaillen seiner Schützlinge, aber auch über den Ablauf der gesamten Meisterschaften: „Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Organisation und sportliche Leistungen bewegten sich auf sehr hohem Niveau.“ Insgesamt seien mehr als 100 Helfer im Einsatz gewesen, um einen reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe sicherzustellen.

 

Goldregen

Im Medaillenspiegel lag am Ende der Wettkämpfe nur eine Startergemeinschaft vor den Würzburgern: Mehrere Schwimmvereine aus Mittelfranken hatten sich zusammengeschlossen und gemeinsam gemeldet, sie errangen 45 Gold- 49 Silber- und 27 Bronzemedaillen. Für den SV 05 gab es neben den 27 Titeln noch 24 zweite und 16 dritte Plätze.

Die weiteren Titel gewannen für die Würzburger Alina Jungklaus über 100, 200 und 400 Meter Freistil, Lars Grundheber über 400 Freistil, 200 Schmetterling und 200 Lagen, außerdem Sebastian Schulz über 100 und 200 Meter Brust und Frederik Bär über 50 und 100 Meter Rücken. Die 27. Goldmedaille holte die 8x50 Meter Lagen-Mixed-Staffel (Sebastian Beck, Sebastian Schulz, Carolin Dorfner, Natalie Schnabel, Lars Grundheber, Ron Wolfart, Alina Jungklaus, Romy Dreher) vor der Startgemeinschaft Mittelfranken. Alle bayerischen Meister des SV 05 besuchen Sportklassen des Würzburger Deutschhaus-Gymnasiums.


 

JAN LAUDAM BEI DER JUNIOREN-WM AUF DEM SIEBTEN PLATZ

Jan Laudam

Jan Laudam vom SV Würzburg 05 ist bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Freiwasserschwimmen auf den siebten Platz geschwommen. Er kam im Feld der 14- und 15-Jährigen über fünf Kilometer nach 59:58,0 Minuten ins Ziel und blieb damit unter der Ein-Stunden-Marke. Das Rennen gewann der Russe Daniil Orlov (59:27,9) vor dem Spanier Eric Vilaregut (59:54,5). Zu Platz drei, auf dem der Brite Hector Pardoe (59:55,0) ins Ziel kam, fehlten dem Würzburger Athlet drei Sekunden. Laudam war - was die Platzierung angeht - der beste Würzburger Athlet bei den Titelkämpfen in Hoorn in den Niederlanden. In der gleichen Altersklasse landeten bei den Juniorinnen Laura Neumann (1:08:53,1 Stunden) auf dem 21. und Leonie Neumann (1:12:11,6) über fünf Kilometer auf dem 26. Platz. In der Altersklasse der 16- und 17-Jährigen wurde Lars Grundheber (1:31:39,3) 23. Die 4x1,25 Kilometer-Staffel mit Jan Laudam, Leonie und Laura Neumann aus Würzburg sowie Kristoffer Schweder kam auf Platz fünf ins Ziel.

 

WÜRZBURGER FEIERN ERFOLGE IM FREIWASSER

Einen großen Erfolg feierten die Schwimmer des SV Würzburg 05 beim letzten Wettkampf der deutschen Freiwassermeisterschaften in Hamburg. Sie holten sich die meisten Medaillen, darunter elf Mal Gold. Deutsche Meister in ihren Altersklassen wurden Svenja Zihsler (5 km), Jan Laudam (Jahrgang 2001, 2,5 und 5 km), Sebastian Beck (Jahrgang 2000, 2,5 km), Lukasz Wojt (AK 30, 2,5 und 5 km), Ruwen Straub (AK 20, 2,5 km) und Laura Neumann (Jahrgang 2001, 2,5 km). Außerdem sicherten sich die Erwachsenen-Staffel mit Sören Meißner, Straub und Zihsler, die weibliche Jugend-Staffel mit Leonie Beck, Alina Jungklaus und Carolin Dorfner, sowie die Jugend-Mixed-Staffel mit Sebastian Beck, Lars Grundheber und Laura Neumann die Goldmedaille. FW Schwimmen

Mit diesen Erfolgen im Gepäck geht es für einige der Würzburger Schwimmer gleich weiter zu den nächsten Wettbewerben. Zihsler und Meißner reisen zur Europameisterschaft, die vom 10. bis zum 14. Juli im niederländischen Hoorn stattfindet. Ziel der beiden ist es, dort unter die besten Zehn zu kommen. Ebenfalls in Hoorn findet vom 16. bis zum 18. Juli die Jugendweltmeisterschaft statt, bei der mit Jan Laudam, Lars Grundheber, Alina Jungklaus sowie den Zwillingen Laura und Leonie Neumann gleich fünf Nachwuchsschwimmer des Würzburger SV 05 an den Start gehen. „So viele Starter hat der SV 05 bei einer Jugendweltmeisterschaft zum ersten Mal. Darauf sind wir sehr stolz und es ist sehr, sehr wichtig für unsere Arbeit am Bundesstützpunkt“, erklärte Trainer Stefan Lurz. Für die meisten seiner Schützlinge gehe es in erster Linie darum, Wettkampfluft zu schnuppern: „Sie sollen Gas geben und Erfahrungen sammeln.“

Die Ergebnisse in Auszügen: 5 km Freistil, weiblich, offene Klasse, AK 25: 1. Nina Hanisch (DJK Würzburg); AK 20: 1. Svenja Zihsler (SV 05).

2,5 km Freistil, weiblich, offene Klasse: AK 25: Nina Hanisch (DJK Würzburg). 10 km Freistil, weiblich, offene Klasse, AK 20: 2. Svenja Zihsler (SV o5); Junioren (Jahrgang 1998): 2. Alina Jungklaus (SV 05).

7,5 km Freistil, männlich, Junioren: 3. Lars Grundheber (SV 05). 2,5 km Freistil, weiblich, Jugend, Jahrgang 2001: 1. Laura Neumann (SV 05), ..., 3. Romy Dreher (SV 05); 4. Leonie Neumann (SV 05). 2,5 km Freistil, männlich, AK 30: 1. Luasz Wojt (SV 05); AK 20: 1. Ruwen Straub (SV 05), ... , 3. Klemens Degenhardt (SV 05); Jahrgang 2001: 1. Jan Laudam (SV 05); Jahrgang 2000: 3. Sebastian Beck (SV 05). 5 km Freistil, männlich, offene Klasse, AK 30: 1. Lukasz Wojt (SV 05); AK 25: 2. Sören Meißner (SV 05). AK 20: 3. Shay Toledano (SV 05); Jahrgang 2001: 1. Jan Laudam (SV 05); Jahrgang 2000: 1. Sebastian Beck (SV 05); Jahrgang 1999: 2. Lars Grundheber (SV 05).

3 x 1,25 km Freistil, Staffel, Jugend, weiblich: 1. SV 05 (Alina Jungklaus, Carolin Dorfner, Leonie Beck); mixed: 1. SV 05 (Laura Neumann, Sebastian Beck, Lars Grundheber); offene Klasse, mixed: 1. SV 05 (Svenja Zihsler, Ruwen Straub, Sören Meißner), ..., 3. SV 05 (Klemens Degenhardt, Alina Hennl, Shay Toledano).

(Mainpost)


LEONIE BECK SICHERT SICH IHR OLYMPIATICKET

„Es fühlt sich gut an. Ich bin erleichtert und freue mich, dass ich mich jetzt ganz auf Rio konzentrieren kann“, sagte die Würzburger Schwimmerin Leonie Beck, nachdem sie sich am Dienstagabend bei den German Open in Berlin für die Olympischen Spiele qualifiziert hatte. Die Abiturientin, die für den SV Würzburg 05 an den Start geht, blieb über 800 Meter Freistil in 8:37,53 Minuten unter der erforderlichen Norm von 8:41,03 Minuten.

„Sie hat in der ersten Hälfte gut begonnen, dann die anschließenden 200 Meter ein bisschen Probleme gehabt, sich schließlich aber wieder am Riemen gerissen“, konstatierte ihr Trainer Stefan Lurz nach dem Wettkampf und betonte: „Ich bin stolz auf Leonie.“ Sie habe sich nun den Lohn für ihre jahrelange harte Arbeit abgeholt. Wie wichtig das seiner Schwimmerin war, konnt ihr ihr Coach vor dem Start ansehen: „So angespannt habe ich sie bei einem Wettkampf noch nie erlebt.“

Die 19-jährige Beck wird die jüngste deutsche Athletin bei den Olympischen Spielen sein. Neben ihr hat sich auch Sarah Köhler als Siegerin über die 800 Meter Freistil in 8:29,15 Minuten ihr Olympia-Ticket gesichert. Für dieses hatten die Schwimmerinen bereits bei den deutschen Meisterschaften Anfang Mai in Vor- und Endläufen Normzeiten unterbieten müssen. Für sechs Athleten geht es bei den German Open bis Freitag noch um ihre Einzelstarts, hinzu kommen die Kandidaten für diverse Staffeln. Dazu zählen der Olympia-Vierte Steffen Deibler (Hamburg) und der Essener Hendrik Feldwehr.

Leonie Beck

Leonie Beck

 

 

DREIMAL GOLD, VIERMAL SILBER UND VIERMAL  BRONZE BEI DEN DEUTSCHEN JAHRGANGSMEISTERSCHAFTEN DER SCHWIMMER

 

Vergangene Woche fanden die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften der Schwimmer in Berlin statt. Mit 16 Sportlern war der SV Würzburg 05 am Start.
Erfolgreichster Sportler für die Nullfünfer war Sebastian Beck, der zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze gewinnen konnte. Über 400m Lagen kam Sebastian als Schnellster ins Ziel und verbesserte seinen eigenen Bayerischen Altersklassenrekord auf 4:31,37 Minuten. Gold Nummer zwei sicherte sich der 16-jährige über die halbe Distanz in 2:06,87 Minuten. Über 200m Freistil gewann der Schüler des Deutschhaus Gymnasiums Silber und über 400m Freistil Bronze.

Sebastian Beck

Alina Jungklaus

Die dritte Goldmedaille ging an Alina Jungklaus über die 1.500m Freistil der Juniorinnen. In 17:00,03 Minuten blieb die 18-jährige unter der geforderten Freiwassernorm. Über 800m Freistil gewann Alina in 8:57,70 Minuten die Silbermedaille und über 400m Freistil in 4:21,96 Minuten Bronze.
Im letzten Finale für den Verein gab es nochmal eine Silbermedaille. Sebastian Schulz schwamm über 200m Brust in 2:26,23 Minuten zu Silber.
Weitere Medaillen gingen an Lars Grundheber, der erst im Sommer aus Ingolstadt nach Würzburg gewechselt ist. In neuer Bestzeit sicherte er sich zweimal Bronze über 800m in 8.29,14 Minuten und 1.500m Freistil in 16:13,74 Minuten.
Zusätzlich zu den Medaillen erzielten die Würzburger Schwimmerinnen und Schwimmer zahlreiche Finalteilnahmen und persönliche Bestzeiten beim Jahreshöhepunkt.
Nächste Woche geht es dann zu den Deutschen Freiwassermeisterschaften nach Hamburg. Hier gilt es an die guten Ergebnisse des letzten Jahres anzuknüpfen. 

 

 

CHRISTIAN REICHERT ERFÜLLT SICH DEN TRAUM VON OLYMPIA
 

Christian Reichert hat den Fluch besiegt und sich erstmals in seiner Karriere für die Olympischen Spiele qualifiziert. Der 31-jährige Würzburger wurde im portugiesischen Setubal in einem spannenden Qualifikationswettkampf über zehn Kilometer Zweiter und erfüllte damit die Norm.

„Das ist eine hammercoole Sache, alles ist perfekt gelaufen“, so der Schwimmer, der beim SV Würzburg 05 unter Bundestrainer Stefan Lurz trainiert, aber für den SC Wiesbaden startet. Vor vier Jahren hatte er die Qualifikation noch wegen eines Fehlers im Zieleinlauf verpasst, diesmal brachte der Polizeioberkommissar das Rennen konzentriert und erfolgreich zu Ende. „Vier Jahre lang habe ich alles dem Ziel Olympia untergeordnet und nur dafür gearbeitet. Ich bin so froh, dass es jetzt geklappt hat.“

Christian Reichert Olympia

„Das ist eine hammercoole Sache, alles ist perfekt gelaufen“, so der Schwimmer, der beim SV Würzburg 05 unter Bundestrainer Stefan Lurz trainiert, aber für den SC Wiesbaden startet. Vor vier Jahren hatte er die Qualifikation noch wegen eines Fehlers im Zieleinlauf verpasst, diesmal brachte der Polizeioberkommissar das Rennen konzentriert und erfolgreich zu Ende. „Vier Jahre lang habe ich alles dem Ziel Olympia untergeordnet und nur dafür gearbeitet. Ich bin so froh, dass es jetzt geklappt hat.“

Der Weltcupgesamtsieger des vergangenen Jahres und zweimalige Team-Weltmeister musste in Portugal als bester Deutscher und innerhalb der Top Ten anschlagen, um das Ticket nach Rio zu lösen. Mit Platz zwei, sechs Ränge vor seinem Konkurrenten Andreas Waschburger (Saarbrücken), erfüllte Christian Reichert die Aufgabe souverän. „Es ging um alles oder nichts. Jetzt ist mein großer Traum in Erfüllung gegangen. Einmal bei Olympia dabei zu sein, will doch jeder Sportler.“


Zweiter Würzburger für Brasilien

Nach Leonie Beck, die den zweiten Teil ihrer Olympia-Norm über 800 m Freistil Anfang Juli bei den German Open noch erfüllen muss, ist Reichert der zweite Würzburger, der in Brasilien an den Start gehen wird. Der Familienvater, Töchterchen Mia-Sophie ist zweieinhalb Jahre alt, peilt beim Zehn-Kilometer-Rennen am 16. August in der Bucht vor der weltberühmten Copacabana einen Platz unter den Top Ten an. „Bei Olympia ist alles möglich“, sagt er, „Ich bin schon mal da gewesen. Ich glaube, die Bedingungen kommen mir entgegen: hohe Wellen, kaltes Salzwasser. Ich werde alles geben und dann schauen, was dabei rauskommt.“ Weil er eine berufliche Laufbahn in der Sportfördergruppe der hessischen Polizei absolvierte, startet Reichert für den hessischen Klub aus Wiesbaden. Mehrere Tage in der Woche trainiert er jedoch in seiner Heimatstadt Würzburg und wohnt dann bei seinen Eltern.

„Die optimalen Bedingungen beim SV 05 weiß ich erst richtig zu schätzen, seit ich weg war“, so Reichert, der in Würzburg in der Trainingsgruppe mit Ruwen Straub und Sören Meißner schwimmt, die beide die Olympia-Qualifikation im Becken verpasst haben.

 


 

 

AUF GEHTS NACH CANET!!!

 

Leonie Beck, Sebastian Beck, Klemens Degenhardt, Lars Grundheber, Alina Jungklaus, Sören Meißner und Ruwen Straub schwimmen am Mittwoch und Donnerstag bei der Mare Nostrum Tour gegen internationale Konkurrenz.

 

Wir drücken die Daumen!

Strand

 


 

RUWEN STRAUB MIT ORDENTLICHEN LEISTUNGEN BEI EM

Platz neun und Platz elf war die Ausbeute von Ruwen Straub bei den Europameisterschaften in London. Über 800m Freistil verpasste Ruwen in 07:57,05 Minuten das Finale der besten acht Schwimmer nur um 0,5 Sekunden. Bis 750 Meter lag der Bankkaufmann der Sparkasse Mainfranken auf Kurs und musste sich erst auf den letzten 20 Metern dem auf der Nebenbahn schwimmenden Ungarn Gyurta geschlagen geben.

Über die 1500m Freistil ging der 22 jährige etwas zu verhalten an, steigerte sein Tempo aber stetig und schlug in guten 15:08,11 Minuten als Elfter an.  Auch hier fehlten gerade mal 1,5 Sekunden zum Einzug in das Finale.

Insgesamt zeigte sich Straub aber zufrieden mit seinen ersten europäischen Titelkämpfen. „Ich konnte ganz nah an meine Bestzeiten und Zeiten der DM schwimmen. Natürlich ärgert es mich ein bisschen die Finals so knapp verpasst zu haben, aber alles in allem hat die EM großen Spaß gemacht und ich konnte einiges lernen“, so Straub.

Ruwen Straub

 


 

 

LEONIE BECK NIMMT DIE ERSTE HÜRDE FÜR RIO

Leonie Beck

Leonie Beck schlägt nach 800 Meter Freistil an, schaut auf die Anzeigetafel – und dort steht es grün auf schwarz: Sie hat die Norm für die Olympischen Spiele verpasst. Ein schreckliches Gefühl. Doch dann wacht sie auf. Puh. Durchatmen. Es war nur ein Albtraum, der sie in der Nacht vor ihrem großen Rennen bei den deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin aufschrecken ließ. Tatsächlich hat die 18-Jährige am frühen Donnerstagabend die erste Qualifikationshürde für Rio de Janeiro genommen. Um lediglich zwei Zehntelsekunden, eine Winzigkeit auf einer Strecke von 800 Metern, unterbot sie die Norm, als sie nach 8:33,13 Minuten als Zweite hinter der Frankfurterin Sarah Köhler (8:22,80) anschlug.

„Das es so eng wird, hätte ich nicht gedacht“, sagte Beck nach dem Rennen völlig außer Atem. Noch im Wasser, nach dem Blick auf die echte Anzeigetafel, schien sie regelrecht erstaunt darüber zu sein. „Ich wollte eigentlich immer an Sarah dranbleiben und dachte auch, dass das ganz gut geklappt hat“, erklärt Beck, die von Beginn an Platz zwei vor Lea Boy (Elmshorn, 8:37,82 Minuten) halten konnte.

Wer wissen wollte, wie eng es war, musste nur an den linken Beckenrand schauen. Dort standen Trainer Stefan Lurz und Vater Alexander Beck, deren anfeuernde Bewegungen mit jeder Zwischenzeit unruhiger wurden. Als Beck auf die vorletzte Bahn ging, schlugen Trainer und Vater synchron die Arme wild auf und ab, brüllten: „Beine! Beine!“

„Ich wusste die ganze Zeit, dass es eng wird“, sagte Lurz später. „Ihre Renneinteilung und ihrer Taktik haben mir gar nicht gepasst, das sage ich ganz ehrlich. Sie ist ja schon gar nicht richtig weggekommen vom Start.“ Geschafft hat sie es dennoch. „Und das ist die Hauptsache.“

Kurz nach ihrem Rennen stand Leonie Beck ebenfalls am linken Beckenrand, doch diesmal erzählten die niedergeschlagenen Mienen von ihr und Lurz eine andere Geschichte: Sören Meißner und Ruwen Straub konnten über 1500 Meter Freistil die geforderte Zeit von 15:02,37 Minuten nicht unterbieten. Meißner (15:06,14) schlug beim beeindruckenden Sieg des Magdeburgers Florian Wellbrock (15:01,18) als Vierter an, Straub (15:06,40) direkt dahinter. Da half es auch nicht, dass Rekordchampion Thomas Lurz extra zum Daumendrücken für seine ehemaligen Teamkameraden in die Hauptstadt gereist war.

In diesem Rennen war schnell klar: Das erste von zwei möglichen Rio-Tickets würde an den stark aufschwimmenden Wellbrock vergeben werden. Ebenfalls klar war: Beide Würzburger würden für ihren Traum von Olympia Bestzeit schwimmen müssen. „Ruwen ist das Rennen mutig angegangen, ist couragiert geschwommen“, sagte Stefan Lurz, „doch bei 1200m war dann der Ofen komplett aus.“ Straub selbst sagt gar: „Nach 800 Metern war bei mir alles vorbei.“ Meißner wiederum sei von Beginn an zu verhalten geschwommen. „Er hatte ein bisschen Respekt vor der Angangszeit“, sagte Lurz.

Es war das Risiko dieses stark besetzten Finallaufs, dass sich die Schwimmer möglicherweise belauern statt ihre eigenes Rennen schwimmen würden. Zwar hätten die beiden Würzburger ihre Tempo halten können, „aber ein Wellbrock hat die Möglichkeiten, später noch anzuziehen, was die Jungs nicht mehr drin hatten“, erklärte Lurz.

„Wir wussten, dass wir einen guten Tag brauchen würden“, sagte der 26 Jahre alte Meißner dann nach der verpassten Chance auch gefasst. Und Straub ergänzte: „Wir haben alles probiert und haben uns nichts vorzuwerfen.“

Leonie Beck muss vermutlich keine vier Jahre mehr auf eine Teilnahme am Sporthighlight unter den fünf Ringen warten. Für sie gilt es nur noch eine weitere Hürde auf dem Weg zu nehmen. Und diese zweite, etwas leichtere Norm will sie Anfang Juli bei den German Open knacken. Der größte Stein ist ihr aber bereits gestern vom Herzen gefallen: „Das war das Rennen, auf das es ankam“, sagt Beck, die seither sicher sehr gut schlafen kann.

 


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